
Sechs TTV-Aktive bei der WM in Hannover: Was bleibt, ist mehr als ein Ergebnis
Anita, Angelika, Rainer, Marek, Jürgen und Ralf-Peter haben den TTV Hervest-Dorsten bei der PingPongParkinson®-Weltmeisterschaft 2026 in Hannover vertreten. Sie kehren mit besonderen Begegnungen, bewegenden Erinnerungen und dem Gefühl zurück, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein. Unser Verein ist stolz auf alle sechs.
Eine Weltmeisterschaft bedeutet Wettkampf, Anspannung und den Wunsch, das eigene Können an die Platte zu bringen. Für unsere sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer war Hannover zugleich ein Ort der Freundschaft, der Fairness und des Zusammenhalts. Wie intensiv diese Tage waren, lässt sich in Rainers persönlichem Bericht spüren, den er am Vorabend der Finalspiele für unsere Vereins- und Parkinson-Gemeinschaft geschrieben hat.
Ein großes Turnier, getragen von vielen helfenden Händen
Rainer berichtet von knapp 800 aktiven Spielerinnen und Spielern – und von einer Veranstaltung, deren Dimensionen ihn beeindruckt haben. Ein Turnier dieser Größenordnung verlangt dem Organisationsteam und den vielen Ehrenamtlichen enorm viel ab.
In Erinnerung bleiben ihm vor allem die Menschen, die das möglich gemacht haben: freundliche Helferinnen und Helfer, die für große und kleine Sorgen ansprechbar waren und Unterstützung dort leisteten, wo sie gebraucht wurde. Sie trugen dazu bei, dass aus einer riesigen Sportveranstaltung ein Ort wurde, an dem sich die Teilnehmenden gut aufgehoben fühlen konnten.
Fairness, die über das Spiel hinaus verbindet
Eine Begegnung beschreibt Rainer besonders eindrücklich: Während eines Doppels führte sein Hinweis zur Korrektur einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung. Der Punkt ging dadurch an die spanischen Gegner.
Daraufhin kam einer der spanischen Spieler mitten im Spiel auf ihn zu, gab ihm die Hand und sagte: „You are a gentleman.“
Nach dem Spiel folgte die Bitte um ein gemeinsames Foto mit der ganzen Familie. Arm in Arm standen sie zusammen – verbunden durch eine faire Geste an der Platte. Es sind solche Augenblicke, die lange nach dem letzten Ballwechsel in Erinnerung bleiben.
Alles geben – mit den eigenen Möglichkeiten

Auch sportlich hat die WM tiefe Eindrücke hinterlassen. Rainer erzählt von hochklassigen Begegnungen und Spielerinnen und Spielern, deren Können ihn begeisterte. Ebenso bewegten ihn diejenigen, die sich jeden gelungenen Schlag mit großer Anstrengung erarbeiten mussten und trotz erheblicher Einschränkungen mit Leidenschaft dabei waren.
In seinem Bericht schildert er einen Gegenspieler, der während der Partie wiederholt stürzte und mit großer Entschlossenheit weiterspielte. Nach dem Spiel umarmte er Rainer und gratulierte ihm zum Sieg. Eine Begegnung, in der sportlicher Ehrgeiz und menschliche Nähe unmittelbar zusammenkamen.
Auch unsere sechs TTV-Aktiven haben sich der Herausforderung einer Weltmeisterschaft gestellt und ihr Bestes gegeben. Liebe Anita, liebe Angelika, lieber Rainer, lieber Marek, lieber Jürgen und lieber Ralf-Peter: Euer Einsatz verdient unsere volle Anerkennung. Wir freuen uns, dass ihr unseren Verein auf dieser internationalen Bühne vertreten habt.
„Ich spürte immer die Geborgenheit einer Familie“



Besonders berührend sind Rainers Worte über die Gemeinschaft in Hannover. Trotz der vielen Menschen und des Trubels habe er sich nie allein oder verloren gefühlt:
„Ich spürte immer die Geborgenheit einer Familie – meiner, unserer Parkinsonfamilie.“
Darin liegt viel von dem, was diese WM für ihn ausgemacht hat: Menschen zu begegnen, die ähnliche Erfahrungen teilen, einander verstehen und füreinander da sind. Aus Bekanntschaften werden Freundschaften, aus gemeinsamen Spielen wächst Vertrauen.
Diese Verbundenheit nehmen unsere Teilnehmenden mit nach Dorsten. Sie gehört auch zu dem, was wir in unserem Vereinsleben weiter pflegen möchten: gemeinsam Sport treiben, sich gegenseitig unterstützen und Freude miteinander teilen.
Willkommen zurück beim TTV!

Wir freuen uns sehr, dass alle sechs wohlbehalten zurückgekehrt sind. Nun dürfen die vielen Eindrücke erst einmal nachwirken, bevor beim Training und im Spielbetrieb wieder die nächsten Ballwechsel anstehen. Auf die Geschichten aus Hannover freuen wir uns schon jetzt.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch unserer Trainerin Michaela, die unsere Parkinson-Gruppe mit viel Einsatz und Begeisterung begleitet. Rainer hat ihr in seinem Bericht ausdrücklich gedankt und geschrieben, wie sehr sie in Hannover vermisst wurde. Das zeigt, wie wichtig diese vertraute Unterstützung für unsere Aktiven ist.
Im Namen des Vorstands und des gesamten TTV Hervest-Dorsten sagen wir: Danke euch sechs für euren Einsatz, eure Begeisterung und dafür, dass ihr eure Erlebnisse mit uns teilt. Wir sind stolz auf euch – und freuen uns, euch wieder in der Halle zu sehen!
Marco Stepka, für den Vorstand des TTV Hervest-Dorsten
